Leitbild

Ein Wegweiser für unsere fünf Schulen ist das Leitbild, das auf dem Boden der Ordenstradition steht und in die Zukunft weist. Dass es im Schulalltag Wirkung zeigt,  ist eine stetige Herausforderung für die Erziehungsgemeinschaft vor Ort. Schulträger, Schulleitung, Lehrerkollegium, Eltern, Schülerinnen und Schüler, alle sind gefragt, das Leitbild umzusetzen.

Grundsätze, die unsere Arbeit prägen

  • Gemäß den Leitlinien des Instituts St. Dominikus wollen wir jungen Menschen die Werte eines christlichen Welt- und Menschenverständnisses vermitteln und sie dazu befähigen, mit den gewonnenen Einsichten ihr Leben zu gestalten.
  • Die Bildungsarbeit wird nicht als reine Wissensvermittlung verstanden, sondern zielt ab auf ganzheitliche Selbstentfaltung des jungen Menschen, der befähigt werden soll, Fragen nach dem Lebenssinn und Lebensziel zu stellen und aus dem christlichen Glauben heraus zu beantworten.
  • Wesentlich ist die Erziehung zu Wertorientierung, zu Verantwortung und zu Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Sie ist auf den ganzen Menschen bezogen, auf den Einzelnen wie auf die Gemeinschaft, in der er lebt, auf Staat und Gesellschaft, auf die Umwelt und auf Gott.
  • Wissenschaft und Technik stellen immer wieder neue Mittel zur Verfügung. Diese enthalten für den Einzelnen wie für die Gesellschaft Chancen, aber auch Gefahren. Wir nehmen beide Seiten wahr und erziehen die jungen Menschen zu einer kritischen Haltung und zum verantwortlichen Umgang.

Menschen, für die wir da sind

  • Die Art und Weise, wie Dominikus den Menschen begegnet, setzt Maßstäbe für das Leben und Arbeiten in unseren Schulen. Wir lassen uns auf den anderen Menschen ein, nehmen ihn als Person in seiner konkreten Situation ernst und unterstützen ihn bei der Suche nach dem Sinn des Lebens.
  • Wir verstehen uns als Dialogpartner für unsere Schüler, denen wir Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Durch Sachkompetenz und gründliche Arbeit ermöglichen wir ihnen den Zugang zu fundiertem Wissen und zur Persönlichkeitsentfaltung. Wir pflegen den personalen Umgang miteinander, der geprägt ist von gegenseitiger Achtung, von Wohlwollen und Offenheit.
  • Wir sehen die Eltern als Partner in der Erziehungsarbeit und beteiligen sie an wichtigen Entscheidungen. Durch gute Zusammenarbeit erleichtern wir es ihnen, ihre Kinder zu unterstützen, sowohl den Leistungsanforderungen als auch dem erzieherischen Anliegen der Schule zu entsprechen.
  • Wir geben uns gegenseitig Halt und Stütze für unsere Erziehungsarbeit und sorgen für eine fachgerechte und pädagogische Weiterbildung. Der geistigen Orientierung schenken wir besondere Aufmerksamkeit.
  • Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft von Lehrern, Eltern und Schülern und halten die Kontakte zu Ehemaligen aufrecht.

Auftrag, dem wir uns stellen

  • Durch Bildung und Erziehung erfüllen wir einen Auftrag, den die Schwesterngemeinschaft bei der Gründung übernommen hat. Die gewandelten Verhältnisse verlangen eine neue Besinnung auf die Motive, diesen nicht unerheblichen Einsatz an Personen, Ideen, Finanzmitteln und Vermögenswerten auch weiterhin zu wagen.
  • Als dominikanische Schule fühlen wir uns mitverantwortlich für die Erfüllung des Sendungsauftrags der Kirche. Sie fordert immer wieder die ganzheitliche Bildung und Erziehung, die Entfaltung aller Kräfte des Menschen. Wir bemühen uns, die Kräfte des Verstandes, der Fantasie, der Liebe, des Gemütes, des intuitiven Erfassens und schöpferischen Gestaltens, des seelischen Erlebens und moralischen Wertens, der sozialen Beziehungen zu wecken - und weder das Eine einseitig zu betonen noch das Andere verkümmern zu lassen.
  • Der Wissensvermittlung und Leistungsanforderung räumen wir einen hohen, dem Bildungsgang der jeweiligen Schulform angemessenen Stellenwert ein in der Über- zeugung, dass sie den jungen Menschen zur Bewältigung des Lebens in einer modernen Gesellschaft befähigen.
  • Das Einbezogensein in den Sendungsauftrag der Kirche und der Schwesterngemeinschaft hat Konsequenzen für das Selbstverständnis des Lehrers. Er braucht nicht nur fachlich-wissenschaftliche, sondern auch personal-menschliche Qualifikationen. Seine Haltung ist gekennzeichnet durch Dialogfähigkeit, Liebe, Geduld und Vertrauen. Seine Bereitschaft zur Weiterbildung und zur Zusammenarbeit mit Eltern, Schulleitung und Kollegium tragen wesentlich zum Gelingen von Unterricht und Erziehung bei.

Weg, den wir gemeinsam gehen

Dieses Leitbild ist ein Wegweiser für unsere Schulen. Es bedarf der Umsetzung durch den Schulträger, die Schulleiter, die Lehrer, die Eltern und die Schüler und einer ständigen inhaltlichen Auseinandersetzung.

Es schafft eine christlich geprägte Schulkultur, die sich letztlich am Evangelium orientiert. Wir nehmen die Botschaft des hl. Dominikus, des hl. Albertus Magnus, der hl. Katharina von Siena und des Gründerbischofs Nikolaus von Weis an unseren Schulen ernst und geben darauf Antwort in der heutigen Zeit.

Identität

Tradition heißt nicht die Asche aufheben, sondern die Flamme weiterreichen.

Ricarda Huch