Einschulung der neuen 5. Klassen am Freitag, 14. August 2020

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Am Freitag, den 14. August, nahm die Albertus-Magnus-Realschule 86 neue Schüler auf. Für die künftigen Fünftklässler wird der Tag aus mehreren Gründen in Erinnerung bleiben.

Am Freitag, den 14. August, werden sich die „Neuen“ der Albertus-Magnus Realschule (AMR) wohl immer erinnern. Nicht nur, dass für die 86 Fünftklässler nun ein neuer Lebensabschnitt in einer weiterführenden Schule begann, sondern vor allem, weil sie den Gang auf die Stadthallen-Bühne zu ihrem Klassenverband mit einem ganz besonderen Kleidungsstück antraten. Es ist das Jahr, in dem auf kaum einem Foto bei eingehaltenem Sicherheitsabstand der Mund-Nasen-Schutz fehlt. Doch für die Schüler war das schon Routine und Rektor Thomas Bonerz verwies auf das Besondere der diesjährigen Situation, indem er an den Abschluss der 10er-Klassen im Frühsommer erinnerte: „Ihr dürft für das Foto die Masken abnehmen, die Abschlussschüler mussten sie auflassen. Da wird man in einigen Jahren, wenn man sich das Foto anschaut, raten, wer das wohl hinter der Maske gewesen ist.“

Wegen der Corona-Regeln gab es auch kein gemeinsames Einschulungsfoto aller 37 Jungen und 49 Mädchen. Aber das wird die Kinder und Eltern wenig gestört haben, gab es doch trotzdem für die Kinder einen „Ausflug“ von der Stadthalle in ihre neue Schule. Und da mussten sie auf nichts verzichten. Alle drei Klassenlehrer und ihre Stellvertreter schnappten sich ihre Schüler, um mit ihnen den Klassensaal und die Schule zu erkunden sowie sich bei Kennlernspielen näher zu kommen. In derselben Zeit wurde den Eltern in der Stadthalle ein erster Blick auf die Bildungseinrichtung ihrer Kinder ermöglicht, in dem ihnen vom Rektorat Lernziele, Regeln und Strukturen vorgestellt wurden.

Diesem organisatorischen Teil ging ein Gottesdienst mit Pfarrer Armin Hook voraus. Auch für ihn war die Stadthalle ein ungewöhnlicher Ort für die Predigt und Fürbitten. Aber letztendlich kommt es auf den Inhalt an, und dieser drehte sich vor allem um das Talent, das in jedem Menschen und in diesem Fall vor allem in den Schülern steckt. Hook erzählte von einem Erlebnis, das er vor zwei Jahren in New York hatte. Eine Menschenschlange hatte sich vor dem Rockefeller-Center gebildet und auf seine Nachfrage hin, warum die Leute anstünden, sagte man ihm, dass an diesem Tag das Ostküstencasting der Show „America gots talent“ stattfinden würde. Ein potentieller Teilnehmer habe dem Pfarrer als Demonstration gleich ein Michael Jackson-Lied entgegen geschmettert – eine Demonstration seines Talents.

„Ein Amerikaner würde niemals sein Talent unter den Scheffel stellen. Sie gehen mit ihm hausieren. Und auch ihr tretet am Montag in einen Wettbewerb ein“, so Hook zu den fünften Klassen, „bis gestern wart ihr die Großen und in dieser Schule seid ihr die ,Babys‘, auch wenn ihr das niemals zugeben würdet.“ In diesem neuen Stadium gelte es für die Schüler, die eigenen Talente nicht zu vergraben, sondern sie zu entdecken, zu pflegen und zu fördern. Dabei würden die Kinder von den Eltern und den Lehrern unterstützt. Zu Jesus Zeiten sei ein Talent noch eine Währungseinheit gewesen, so dass man mit einem Talent ein Segelschiff habe kaufen können, mit dem man wiederum viele andere Dinge „erledigen“ konnte, so Handel treiben, ferne Länder ansteuern und neue Inseln entdecken. Aus der Währungseinheit sei im Laufe der Geschichte das Synonym für eine Begabung geworden.

Und so rief Pfarrer Armin Hook die neuen AMR-Schüler auf, in Zukunft mit ihren Talenten zu arbeiten, denn „Gott gibt niemandem nichts und jemandem alles“. Jeder könne mehr daraus machen, wenn man seine Fähigkeiten weiterentwickle. „In dem Sinne wünsche ich euch einen guten Start. Entdeckt mit Jesus Christus eure Talente, so dass ihr zum Abschluss in sechs Jahren zu Recht sagen könnt ,I‘ve got a talent’ – und das nicht nur im Kürbisweitwurf.“ (Cornelia Jung)


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Der vorgeschriebene Mindestabstand ließ in diesem Jahr kein Gruppenfoto aller neuen Fünfer der AMR zu. Hier ein Teil der Klasse 5b mit Rektor Thomas Bonerz (rechts), bei ihrer Einschulung am Freitag in der St. Ingberter Stadthalle. Foto: Cornelia Jung
Der vorgeschriebene Mindestabstand ließ in diesem Jahr kein Gruppenfoto aller neuen Fünfer der AMR zu. Hier ein Teil der Klasse 5b mit Rektor Thomas Bonerz (rechts), bei ihrer Einschulung am Freitag in der St. Ingberter Stadthalle. Foto: Cornelia Jung
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